Fasten und Beten
Fasten ist nicht vom Beten zu trennen, sonst ist es nur eine Diät oder ein Hungerstreik. Fasten soll auch nicht betrachtet werden, wie eine gesetzliche, fromme Übung oder ein Ritual mit einer „magischen“ Kraft.

Fasten ist ein Zeichen der Liebe: Weil du Jesus liebst und ihm immer näherkommen willst, verbringst du Zeit mit ihm ohne Ablenkung durch Alltagsaktivitäten. Fasten gehört zur Zweisamkeit mit Gott. Grundsätzlich handelt es sich hier um eine Liebesbeziehung mit Jesus.

Fasten lässt sich unterschiedlich definieren, aber in allen Definitionen geht es darum, auf etwas zu verzichten, um Zeit für die Zweisamkeit mit Jesus zu gewinnen. Du entziehst dich der „Leib- und Seelennahrung“, um Jesus deutlich zu sagen, dass er dein Brot, deine Nahrung ist. Er ist alles was du brauchst. Die Zeit, die du dann in Gott investierst und die Ausrichtung des inneren Fokus, hilft dir, Gott auf ganz besondere Weise zu suchen.

In Matthäus 6,16-17 lernst du von Jesus, wie du fasten sollst und welche Haltung du dabeihaben sollst:
Wenn ihr aber fastet, sollt ihr nicht finster dreinsehen wie die Heuchler; denn sie verstellen ihr Angesicht, damit es von den Leuten bemerkt wird, dass sie fasten. Wahrlich, ich sage euch: Sie haben ihren Lohn schon empfangen. Du aber, wenn du fastest, so salbe dein Haupt und wasche dein Angesicht, damit es nicht von den Leuten bemerkt wird, dass du fastest, sondern von deinem Vater, der im Verborgenen ist; und dein Vater, der ins Verborgene sieht, wird es dir öffentlich vergelten.

Hier redet Jesus über die Wichtigkeit einer guten Vorbereitung, bevor du fastest, und danach wie du am besten fasten kannst. Eine gute Vorbereitung gehört zum Erfolg deiner Fastenzeit. Es geht nicht darum, dem Gesetz blind zu folgen und Menschen zu beeindrucken, sondern die Gemeinschaft mit dem Vater im Himmel zu genießen. Du priorisierst die Intimität mit Jesus und wirst von ihm reich gesegnet. Die gesamte Dynamik der Rede Jesu in diesem Kapitel des Matthäus Evangeliums führt zu folgender Zusammenfassung:
Setzt euch zuerst für Gottes Reich ein und dafür, dass sein Wille geschieht. Dann wird er euch mit allem anderen versorgen. (Matthäus 6, 33)